Heute ist der Vetrag von YouTube mit der GEMA ausgelaufen. Die GEMA ist so etwas wie das Inkasso-Unternehmen der deutschen Musikindustrie und verlangt von allen, die Musik und Videos von Künstlern, Musikern, Komponisten usw.  ausstrahlen Gebühren.
So ist auch der Gastwirt an der Ecke betroffen und muss für sein Radio zusätzlich zur Rundfunk-Gebühr die von der GEZ berechnet werden auch noch GEMA-Gebühren zahlen. Aber auch auf Leerkasetten, CD-ROMs und Geräten mit denen Kopien von Musik angefertigt werden können werden GEMA-Gebühren erhoben.

Seit November 2007 bestand ein Vertrag zwischen der Google Tochter YouTube und GEMA wonach das Videoportal das GEMA Repertoire in Videos zeigen darf. Nach Medienberichten will die GEMA nun detaillierte Angaben von YouTube über die Ausstrahlungen mit GEMA-Material um vermutlich am Ende auch mehr für die Künstler heraus zu holen. Dieses ist in sofern verständlich, da die Verkaufszahlen von Musik generell weiter rückläufig sind und die Künstler einen Ausgleich suchen.

Die Krux an der GEMA ist aber der Verteilungsschlüssel nach dem die pauschalen Abgaben an die Künstler ausgeschüttet werden. Hierbei werden in erster Linie aktuelle Chart-Titel und Dauerbrenner aus diesen Töpfen bedient.

Das heißt, daß gemachter Chartmist wie beispielsweise der aus Sendungen wie Deutschland sucht den Superstar große Teile dieser Gelder einheimsen. Dabei funktioniert diese Musik in erster Linie nach dem Muster: Ist sie erst mal in den Charts muß das Radio sie spielen. Wird es im Radio gespielt klingelt die Kasse und steigt der Verkauf. Steigt der Verkauf, steigt die Chart-Platzierung und die Einnahmen usw…

Um diese Ziele zu erreichen macht die Industrie natürlich auch nicht vor Manipulationen 1 2 3 halt.  Aus eigener Erfahrung in meiner Zeit als Verkäufer in der Schallplattenabteilung von Barlage kann ich zudem berichten das einige Unternehmen darum bitten gezielt Songs in die Charts zu Tippen. Dabei wurden nicht etwa die bereits verkauften Einheiten in die Listen der Media Control Chartlisten eingetragen, sondern lediglich ein Teil der vom Plattenhändler bestellten Menge an Tonträgern. Inzwischen wurde das System der manuellen Erstellung von Verkaufslisten nach meinem Wissen jedoch durch elektronische Zählverfahren abgelöst. Wer glaubt das diese frei von Manipulationen sind, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Nun gut, warum schreibe ich das alles?

Wahrscheinlich werden einige der auf meiner Webseite in Zukunft nicht mehr abspielbar sein und ein entsprechender Hinweis erscheinen das in diesem Land das Video nicht abgespielt werden darf.
Aber wie erkennt YouTube aus welchem Land man YouTube aufruft? Ganz einfach, über die eindeutige IP Adresse die jeder Internetnutzer durch seinen Zugangsbetreiber zugewiesen bekommt. Anzeigen lassen kann man sich die eigene IP-Adresse zum Beispiel mit Onlinediensten:
www.meine-ip-adresse-anzeigen.de oder mit diversen Tools für alle Betriebssysteme.
Umgehen lassen sich solche Beschränkungen allerdings auch. Hierzu kann beispielsweise Software zur Anonymisierung, Proxy-Server und Online-Anonymisierungsdienste genutzt werden. Diese schalten sich zwischen die eigene IP-Adresse und eine Webseite und verbergen dabei die eigene IP-Adresse.

Möglicherweise einigen sich YouTube und die GEMA aber auch bald, und Webseite wie MusikVideo-Downloads.com können auch wieder Material aus dem GEMA Fundus senden.

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