France Gall wurde (9. Oktober 1947 in Paris) als Isabelle Genevieve Marie Anne Gall geboren und ist den meisten durch ihren Nummer 1 Hit Ella elle l’a aus den 1980ern bekannt. Dabei reicht die Karriere von France Gall bereits weit in die 1960er und 1970er Jahre zurück.
Galls Vater Robert Gall schrieb Chansons für Charles Aznavour und Édith Piaf und unterstützt seine Tochter als diese bereits mit 15 Jahren ihr erstes Album aufnimmt. Die erste Single Ne sois pas si bête wurde ein voller Erfolg. Ihre junge Karriere wurde durch die Bekanntschaft mit dem Sänger und Songschreiber Serge Gainsbourg gefördert. Die Texte ihrer Lieder schienen unschuldig, waren jedoch voller erotischer Anspielungen.
1965 gewann France Gall mit dem von Gainsbourgs geschriebenen Lied Poupée de cire, poupée de son für Luxemburg den Eurovision Song Contest. Sie sang nur noch einen weiteren Titel von Gainsbourg und nahm in der Folge einige weitere, weniger beachtete Alben auf.
France Gall verließ Frankreich 1966, zog nach Deutschland und nahm dort nun auf Deutsch gesungene Platten auf. 1968 erhielt sie eine goldene Schallplatte für die deutsche Version von A Banda. Im gleichen Jahr nahm sie mit Der Computer Nr. 3 am deutschen Schlager-Wettbewerb teil und belegte den dritten Platz.
France Gall – Der Computer No. 3
Ihren größten Erfolg in Deutschland hatte Gall jedoch ausgerechnet mit dem französischen Titel Ella elle l’a im Jahr 1988. Dieser Titel, der eine Hommage an Ella Fitzgerald ist, erreichte Platz 1 der deutschen Charts und war hierzulande erfolgreicher als in Frankreich wo Gall inzwischen wieder lebte und auch erfolgreich war.
Nach dem Tod ihrer erst 19-jährigen Tochter Pauline im Jahr 1997 zog sich Gall weitestgehend zurück. Ihr Mann, der Songschreiber Michel Berger, mit dem sie auch ihre zweite erfolgreiche Karriere in Frankreich hatte, starb bereits 1992 im Alter von nur 44 Jahren an einer Herzschwäche.