Archiv für Juli 2008
[googleMap name="Schröters Leib und Seele" width="500" height="350" mousewheel="false" directions_to="false"]Schnoor 13, Bremen[/googleMap]
Mitten im Herzen des ältesten, erhaltenen Stadtteils Bremens befindet sich Schröter Leib & Seele. Im Schnoor dessen Name sich von Schnur ableitet und die wie an der Schnur aufgezogene Bauweise der Häuser beschreibt muss man bei gutem Wetter schon sehr geduldig sein um sich an den zahlreichen Touristen vorbeizuschlängeln.
Belohnt wird man mit einem tollen Ambiente im Garten des Restaurants. Eindrücke vermitteln die Bilder auf der Webseite. Auf dieser finden Sie auch täglich aktualisiert die Mittagskarte, sowie eine Speisekarte mit den saisonalen Angeboten.
Jeden Tag gibt es wechselnde Gerichte sowie Schröter’s Mittagsmenü für 12,50 Euro. Am Tage meines Besuchs bestand dieses aus Rhabarberkaltschale mit Vanillequark, Panierter Hähnchenbrust auf Ruccolar-Tomaten-Kartoffelsalat mit Remouladen-Sauce und als Nachtisch Heidelbeer-Panna Cotta an Fruchtmark.
Die recht große Portion Rhabarber-Kaltschale ist bei diesen Temperaturen genau der richtige Einstand für ein leckeres Menü. In meinem Fall fanden sich sehr viele, zum Teil noch recht feste Stücke Rhabarber auf dem Teller, während bei meiner Begleiterin nur sehr wenige Stücke und dagegen sehr weichgekochter Rhabarber die Kaltschale bildeten. Während meine Kaltschale eher süßlich war, war sie bei meiner Begleiterin eher säuerlich. Geschmeckt haben uns beide “Varianten” sehr gut.
Das Hauptgericht wurde auf einem Glasteller serviert und wirkte zunächst überschaubar, wenngleich sowohl die Hähnchenbrust als auch der Salat von ausreichender Menge waren. Durch das zarte Fleisch ist die Hähnchenbrust eine sehr gute Alternative zum Schnitzel und war dank der krossen Panade sehr lecker. Auf die Remoulade dazu hätte ich problemlos verzichten können.
Der Salat hatte genau die richtige Temperatur damit sich der Geschmack richtig entfalten konnte.
Das Dessert bestehend aus einem toll aussehenden und leckeren Heidelbeer-Panna Cotta an Fruchtmark.
Eine echte Jazz-Legende wird am heutigen Tag 90 Jahre alt. Henry “Hank” Jones (31. Juli 1918) in Vicksburg, Mississippi als ältester von drei Brüdern geboren, hat im Laufe seiner Karriere bei allen großen Jazz-Labels gearbeitet und an der Seite bedeutender Musiker gespielt. Unerwähnt dürfen an dieser Stelle auch nicht seine beiden bereits verstorbenen Brüder Chad Jones und Elvin Jones bleiben.
Salena Jones & Hank Jones – Cheek To Cheek
1966 wurde Jones der erste Pianist des Thad Jones/Mel Lewis-Orchesters. Gleichzeitig war er Mitglied des Great Jazz Trio. In der Zeit zwischen den 1970er und 1980er Jahren hat Jones überwiegend, aber nicht ausschließlich solo gearbeitet und in dieser Zeit die meisten seiner Alben mit dem Hank Jones Trio veröffentlicht.
Salena Jones ist nicht mit den Jones Brüdern verwandt, es handelt sich um einen Künstlernamen von Joan Elizabeth Shaw.
Mein Namensvetter Lothar Walter, besser bekannt als Michael Holm (29. Juli 1943) feiert heute seinen 65. Geburtstag und darf in Rente gehen
Michael Holm – Barfuß im Regen
Der in Stettin geborene Holm war Ende der 1960er bis Ende der 1970er Jahren sehr erfolgreich als Schlagersänger im Geschäft. Daneben ist er bis heute im Hintergrund aktiv und arbeitet als Texter, Komponist, Produzent und Verleger.
Der nach der kalifornischen Stadt Mendocino benannte Schlager Mendocino dient auch als Vorlage für den beliebten Pokalschlachtruf der Fans des FC St. Pauli und ist damit nach wie vor auch bei den jüngeren St.-Pauli-Anhängern sehr bekannt.
Wohl kaum jemand könnte die Rolle im Video Because I Got High von Afroman (28. Juli 1974) besser übernehmen als Jay und Silent Bob.
Den Erfolg des Titels Because I Got High verdankt Afroman, der mit bürgerlichen Namen Joseph Foreman heißt einem Fan der den Titel bei Napster zum “Tausch” anbot. Vorher hatte Afroman seine Platten fast ausnahmslos auf seinen Konzerten selbst verkauft.
Don Ellis (25. Juli 1934 – 17. Dezember 1978) war ein amerikanischer Musiker der den Jazz geprägt durch seine komplexen Rhythmen und Taktarten geprägt hat.
Als Bandleader brachte er den Jazz in den kompliziertesten Formen durch einfallsreiche Arrangements auch dem Mainstream-Publikum näher. Anfang der 1970er Jahre experimentierte er als einer der ersten Jazz-Künstler mit elektronischen Instrumenten und testete auch immer wieder neue Zusammenstellungen der Band. Damit Trompeter in der Lage waren auch Vierteltöne zu spielen, erfand er eine Trompete mit vier Ventilen.
Am 17. Dezember 1978 starb Ellis, der mit bürgerlichem Namen Donald Johnson Ellis hieß in Folge eines Schlaganfalls.
Ich muss gestehen, die Überschrift ist ganz bewusst ein bisschen provokant gewählt. Die Seite soll ja auch gefunden werden
Warum ich hier aber schon wieder über die potentielle Nachfolgerin von Verena Feldbusch Poth, Naddel und Co schreibe, ist ihr Besuch bei Diego im Weserstadion.
Auszüge aus dem Clip gefällig?
Ja, so also…, wir stehen jetzt hier vor dem Werder Bremen Stadion – in Bremen. Kaum zu glauben.
Gina-Lisa sagt zu Diego: “Als Frau muss man nicht viel können.”
Vor wenigen Wochen lief die 700. Folge Tatort über den Bildschirm und man fragte die Zuschauer nach dem beliebtesten Komissar in all den Jahren. An erster Stelle wurde Götz George (23. Juli 1938) genannt.
In seiner Rolle als Horst Schimanski spielte er 21 Mal den harten Arbeiter unter den Komissaren und machte in dieser Zeit die M-65-Feldjacke der Firma Alpha Industries zu einem Modetrend.
Geboren wurde Götz George mit den Namen Götz Schulz als Sohn des Schauspieler-Ehepaares Berta Drews und Heinrich George, dessen Künstlernamen er auch annahm. Seine erste Filmrolle spielte er 25-jährig an der Seite von Romy Schneider in dem Film Wenn der weiße Flieder blüht. Am Deutschen Theater in Göttingen spielte er nach seinem Studium am Berliner UFA-Nachwuchsstudio in der Zeit von 1958 bis 1963 und erhielt hier seine entscheidende schauspielerische Prägung.
Seiner eigenen Einschätzung nach war die beste Rolle die er je am Theater gespielt hat, die des Danton in Büchners Drama Dantons Tod bei den Salzburger Festspielen 1981.
1959 gelang ihm der Durchbruch im Film. Für seine Rolle im Film Jacqueline erhielt er den Bundesfilmpreis. In den folgenden Jahren spielte er viele Rauhbeine wie den Farmerssohn Fred Engel in der Karl May Verfilmung Der Schatz im Silbersee. Eigentlich war ihm die Rolle des Old Shatterhand zugedacht, nach der Verpflichtung von Lex Barker wurde aber anders entschieden.
Nach seiner Zeit als Komissar Schimanski widmete sich George erneut dem Theater und trat immer wieder als Charakterdarsteller in Fernsehproduktionen auf. Die Rolle als Fritz Haarmann in Der Todmacher aus dem Jahr 1995 brachte ihm erneut und zum vierten Mal den Deutschen Filmpreis, sowie den Darstellerpreis der Filmfestspiele in Venedig ein. Im Film wird die Befragung des Serienmörders Haarmann, der mindestens 24 Jungen und Männer getötet haben soll, durch den Gerichtspsychologen Erich Schultze dargestellt. Der gesamte Film spielt in einem spartanisch eingerichteten Verhör-Raum und die Dialoge wurden aus den echten Verhörprotokollen übernommen.
Unvergessen ist aber auch sein Auftritt als genervter Gast bei Wetten Dass… im Jahr 1998. Ganz offensichtlich ist er nicht besonders guter Laune seinen Film , dem offensichtlich die Pflicht des Marketings für seinen Film wenig Spaß macht. Ab 3:33 in diesem Video zu sehen. Später haben sich Thomas Gottschalk und Götz George noch ein weiteres Mal bei Wetten Dass… mit einem anderen Ausgang gestritten.
Vor zwei Monaten erschien im Scherz Verlag eine Biografie mit dem Titel Mit dem Leben gespielt von der es bei Amazon auch einen Auszug als PDF zu lesen gibt.
Der Scharfrichter ist ein neuer Imbiss in der Martinistraße, zu dem man eigentlich gar nicht so recht Imbiss sagen möchte. Viel zu modern und Chic ist die Einrichtung für das, was man im Allgemeinen von einem Imbiss erwartet.
Beim Scharfrichter gibt es laut Karte über 100 Currywurst-Varianten. Wer die unterschiedlichen Würstchen mit der Anzahl der verschiedenen scharfen Soßen multipliziert und dazu die 29 Spezialitäten addiert wird jedoch nur auf genau 99 Varianten kommen. Erst Bratwurst, Bio-Bratwurst und Tofu-Bratwurst machen die Hundert voll, aber es geht hier um das Essen und nicht um Mathematik.
Neben den bereits angesprochenen Bratwürsten steht die Currywurst beim Scharfrichter im Mittelpunkt. Diese gibt es sowohl als Original Berliner Currywurst als auch als Berliner Currywurst ohne Pelle und kann mit Soße in einer von 10 Schärfegraden bestellt werden. Diese reichen vom Firestarter – zum Einsteigen und warm werden, über die Varianten Six Feet Under oder Die Hard – McClanes Inferno bis zur Final Answer mit der Beschreibung Blair’s Desaster Area.
Nur an Spieltagen des SV Werder Bremen gibt es die Spezialität Grün Weiss und ab einem Schärfegrad von 6 läutet die freundliche Bedienung die alte Seemannsglocke am Tresen.
Zur Currywurst Firestarter bestelle ich mir Pommes Frites, die im Scharfrichter aus eigener Herstellung sind. Für moderate 4,30 Euro erhalte ich eine ordentliche Portion Pommes, die aber leider ein wenig zu viel des üblichen Pommes-Gewürzes abbekommen hat. Bei den vorherigen Besuchen waren die Pommes besser, weil nicht so überwürzt. Gut wie bisher, die leichte Mayonnaise.
Wem die einfache Currywurst zu schnöde ist, bestellt Madame Pompadour für 12,50 Euro und erhält neben einem Glas Champagner auch noch die Currywurst im Blattgoldmantel eingewickelt.
Ein Blick in die Regale hinter dem Tresen offenbart eine weitere Spezialität des Hauses: Vodka.
Mehr über den Scharfrichter, die vollständige Karte als PDF-Dokument und die Hall of Flame gibt es auf der Homepage.
[googleMap name="Scharfrichter" description="Scharfrichter" width="500" height="350" directions_to="false"]Martinistraße 70, Bremen[/googleMap]


