Vor wenigen Wochen lief die 700. Folge Tatort über den Bildschirm und man fragte die Zuschauer nach dem beliebtesten Komissar in all den Jahren. An erster Stelle wurde Götz George (23. Juli 1938) genannt.

In seiner Rolle als Horst Schimanski spielte er 21 Mal den harten Arbeiter unter den Komissaren und machte in dieser Zeit die M-65-Feldjacke der Firma Alpha Industries zu einem Modetrend.

Geboren wurde Götz George mit den Namen Götz Schulz als Sohn des Schauspieler-Ehepaares Berta Drews und Heinrich George, dessen Künstlernamen er auch annahm. Seine erste Filmrolle spielte er 25-jährig an der Seite von Romy Schneider in dem Film Wenn der weiße Flieder blüht. Am Deutschen Theater in Göttingen spielte er nach seinem Studium am Berliner UFA-Nachwuchsstudio in der Zeit von 1958 bis 1963 und erhielt hier seine entscheidende schauspielerische Prägung.

Seiner eigenen Einschätzung nach war die beste Rolle die er je am Theater gespielt hat, die des Danton in Büchners Drama Dantons Tod bei den Salzburger Festspielen 1981.

1959 gelang ihm der Durchbruch im Film. Für seine Rolle im Film Jacqueline erhielt er den Bundesfilmpreis. In den folgenden Jahren spielte er viele Rauhbeine wie den Farmerssohn Fred Engel in der Karl May Verfilmung Der Schatz im Silbersee. Eigentlich war ihm die Rolle des Old Shatterhand zugedacht, nach der Verpflichtung von Lex Barker wurde aber anders entschieden.

Nach seiner Zeit als Komissar Schimanski widmete sich George erneut dem Theater und trat immer wieder als Charakterdarsteller in Fernsehproduktionen auf. Die Rolle als Fritz Haarmann in Der Todmacher aus dem Jahr 1995 brachte ihm erneut und zum vierten Mal den Deutschen Filmpreis, sowie den Darstellerpreis der Filmfestspiele in Venedig ein. Im Film wird die Befragung des Serienmörders Haarmann, der mindestens 24 Jungen und Männer getötet haben soll, durch den Gerichtspsychologen Erich Schultze dargestellt. Der gesamte Film spielt in einem spartanisch eingerichteten Verhör-Raum und die Dialoge wurden aus den echten Verhörprotokollen übernommen.

Unvergessen ist aber auch sein Auftritt als genervter Gast bei Wetten Dass… im Jahr 1998. Ganz offensichtlich ist er nicht besonders guter Laune seinen Film , dem offensichtlich die Pflicht des Marketings für seinen Film wenig Spaß macht. Ab 3:33 in diesem Video zu sehen. Später haben sich Thomas Gottschalk und Götz George noch ein weiteres Mal bei Wetten Dass… mit einem anderen Ausgang gestritten.

Vor zwei Monaten erschien im Scherz Verlag eine Biografie mit dem Titel Mit dem Leben gespielt von der es bei Amazon auch einen Auszug als PDF zu lesen gibt.

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