Archiv für die Kategorie „Mittagstisch in Bremen“
[googleMap name="Schröters Leib und Seele" width="500" height="350" mousewheel="false" directions_to="false"]Schnoor 13, Bremen[/googleMap]
Mitten im Herzen des ältesten, erhaltenen Stadtteils Bremens befindet sich Schröter Leib & Seele. Im Schnoor dessen Name sich von Schnur ableitet und die wie an der Schnur aufgezogene Bauweise der Häuser beschreibt muss man bei gutem Wetter schon sehr geduldig sein um sich an den zahlreichen Touristen vorbeizuschlängeln.
Belohnt wird man mit einem tollen Ambiente im Garten des Restaurants. Eindrücke vermitteln die Bilder auf der Webseite. Auf dieser finden Sie auch täglich aktualisiert die Mittagskarte, sowie eine Speisekarte mit den saisonalen Angeboten.
Jeden Tag gibt es wechselnde Gerichte sowie Schröter’s Mittagsmenü für 12,50 Euro. Am Tage meines Besuchs bestand dieses aus Rhabarberkaltschale mit Vanillequark, Panierter Hähnchenbrust auf Ruccolar-Tomaten-Kartoffelsalat mit Remouladen-Sauce und als Nachtisch Heidelbeer-Panna Cotta an Fruchtmark.
Die recht große Portion Rhabarber-Kaltschale ist bei diesen Temperaturen genau der richtige Einstand für ein leckeres Menü. In meinem Fall fanden sich sehr viele, zum Teil noch recht feste Stücke Rhabarber auf dem Teller, während bei meiner Begleiterin nur sehr wenige Stücke und dagegen sehr weichgekochter Rhabarber die Kaltschale bildeten. Während meine Kaltschale eher süßlich war, war sie bei meiner Begleiterin eher säuerlich. Geschmeckt haben uns beide “Varianten” sehr gut.
Das Hauptgericht wurde auf einem Glasteller serviert und wirkte zunächst überschaubar, wenngleich sowohl die Hähnchenbrust als auch der Salat von ausreichender Menge waren. Durch das zarte Fleisch ist die Hähnchenbrust eine sehr gute Alternative zum Schnitzel und war dank der krossen Panade sehr lecker. Auf die Remoulade dazu hätte ich problemlos verzichten können.
Der Salat hatte genau die richtige Temperatur damit sich der Geschmack richtig entfalten konnte.
Das Dessert bestehend aus einem toll aussehenden und leckeren Heidelbeer-Panna Cotta an Fruchtmark.
Der Scharfrichter ist ein neuer Imbiss in der Martinistraße, zu dem man eigentlich gar nicht so recht Imbiss sagen möchte. Viel zu modern und Chic ist die Einrichtung für das, was man im Allgemeinen von einem Imbiss erwartet.
Beim Scharfrichter gibt es laut Karte über 100 Currywurst-Varianten. Wer die unterschiedlichen Würstchen mit der Anzahl der verschiedenen scharfen Soßen multipliziert und dazu die 29 Spezialitäten addiert wird jedoch nur auf genau 99 Varianten kommen. Erst Bratwurst, Bio-Bratwurst und Tofu-Bratwurst machen die Hundert voll, aber es geht hier um das Essen und nicht um Mathematik.
Neben den bereits angesprochenen Bratwürsten steht die Currywurst beim Scharfrichter im Mittelpunkt. Diese gibt es sowohl als Original Berliner Currywurst als auch als Berliner Currywurst ohne Pelle und kann mit Soße in einer von 10 Schärfegraden bestellt werden. Diese reichen vom Firestarter – zum Einsteigen und warm werden, über die Varianten Six Feet Under oder Die Hard – McClanes Inferno bis zur Final Answer mit der Beschreibung Blair’s Desaster Area.
Nur an Spieltagen des SV Werder Bremen gibt es die Spezialität Grün Weiss und ab einem Schärfegrad von 6 läutet die freundliche Bedienung die alte Seemannsglocke am Tresen.
Zur Currywurst Firestarter bestelle ich mir Pommes Frites, die im Scharfrichter aus eigener Herstellung sind. Für moderate 4,30 Euro erhalte ich eine ordentliche Portion Pommes, die aber leider ein wenig zu viel des üblichen Pommes-Gewürzes abbekommen hat. Bei den vorherigen Besuchen waren die Pommes besser, weil nicht so überwürzt. Gut wie bisher, die leichte Mayonnaise.
Wem die einfache Currywurst zu schnöde ist, bestellt Madame Pompadour für 12,50 Euro und erhält neben einem Glas Champagner auch noch die Currywurst im Blattgoldmantel eingewickelt.
Ein Blick in die Regale hinter dem Tresen offenbart eine weitere Spezialität des Hauses: Vodka.
Mehr über den Scharfrichter, die vollständige Karte als PDF-Dokument und die Hall of Flame gibt es auf der Homepage.
[googleMap name="Scharfrichter" description="Scharfrichter" width="500" height="350" directions_to="false"]Martinistraße 70, Bremen[/googleMap]
In der vergangenen Woche habe ich mir zwei “Suppenküchen” für meinen ersten Mittagstisch-Test in Bremen ausgewählt.
Emmi, die Suppenbar befindet sich im alten Polizeihaus am Wall und erfreut sich gerade in der Mittagszeit allergrößter Beliebtheit. Eine Schlange in der 10 Hungernde warten ist darum keine Seltenheit und mich überkommt eine leichte Ungeduld wenn ich den freundlichen, aber wortkargen Mitarbeitern bei ihrer Arbeit zusehe. Ein paar Kellen Suppe in eine Schale zu häufen sollte eigentlich in einem flüssigeren Arbeitsablauf und schneller gehen.
Zur Auswahl stehen 3 verschiedene Suppen. Ich entscheide mich für die Gulaschsuppe mit Bio-Rind als große Portion für 4,40 Euro. Der Fleischanteil ist sowohl in meiner Schale, als auch in der meines Begleiters sehr gering. Das liegt eventuell daran, dass wir zwei der letzten Portionen dieser Suppe bekommen haben; anschließend war diese von der Karte gestrichen. Dieser Umstand ändert aber nichts am Geschmack der Suppe, dieser erinnerte nur wenig an Gulasch und mehr an eine Tomatensuppe mit Karotten.
Da ich weder satt, noch zufrieden war, probierte ich als Zweites noch eine halbe Portion der veganen Karotten-Orangen-Suppe. Diese war leicht scharf, hinterließ aber auch keinen bleibenden Eindruck.
Die Suppenbar selbst bietet nur wenige Sitzplätze, die in der Mittagszeit rasch besetzt sind und so ist es keine Seltenheit, dass bei gutem Wetter auch auf den Steintreppen vor dem Gebäude Suppe verzehrt wird. Weitere Sitzplätze (Bierbänke) sind zur Zeit noch auf einem Teil der Empore vor dem Eingang zur Stadtbibliothek zu finden. An dieser Stelle war bis vor zwei Jahren das Coyote Ugly, und es wird derzeit nach einem neuen Gastro-Konzept für diese Fläche gesucht.
Einen Tag zuvor habe ich bereits das Suppito im Richtweg 4, schräg gegenüber vom Musical Theater besucht.
Der kleine Laden, in dem in der Vergangenheit auch schon Pizza verkauft und geliefert wurde, ist hell und einfach eingerichtet, bei gutem Wetter kann man vor der Tür auch an einigen Biergarten-Tischen Platz nehmen.
Auch das Suppito bietet als Mittagstisch drei verschiedene Suppen in zwei Größen zur Auswahl. An diesem Tag sind es eine “fruchtig scharfe Bohnensuppe”, eine Spinatcreme, sowie Roter Eintopf mit Bio-Pute für den ich mich entscheide. Die große Portion kostet 4,60 Euro und wird auf einem großen, klassischen Suppenteller serviert. Dazu kann man sich am Brotbuffet bedienen.
Da innen bereits alle Plätze entweder besetzt oder noch nicht abgeräumt sind, setze ich mich vor die Tür.
An dieser Stelle möchte ich einen Hinweis an Gäste von Selbstbedienungsrestaurants richten: Wenn man sich sein Essen selbst holt, bringt man anschließend auch sein gebrauchtes Geschirr wieder weg und versucht den Tisch einigermaßen sauber zu halten.
Dabei sollten die Betreiber von Selbstbedienungsrestaurants aber nicht vergessen, zwischenzeitlich auch selbst mal, mit einem Lappen den Zustand der Tische wieder in Ordnung zu bringen.
Die Suppe im Suppito war sehr gut und mit viel Inhalt. Neben der Bio-Pute bestand die Einlage aus viel Paprika und Karotten. Für den Test einer zweiten Suppe blieb an diesem Tag so leider kein Platz, aber das Suppito hat meinen Eindruck aus vorherigen Besuchen bestätigt: Gutes Essen zu einem fairen Preis.
Im Internet veröffentlichten das Suppito und Emmi – die Suppenbar in jeder Woche ihre aktuellen MIttagskarten.



