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Erst vor zwei Tagen wurde der in Bremen, Sebaldsbrück geborene James Last (17. April 1929) mit der höchsten Auszeichnung der Stadt Bremen, der Senatsmedaille ausgezeichnet. Auf Anhieb fällt mir kein anderer Bremer ein, der sich im internationalen Showbusines derart durchsetzen konnte. In den 1960er und 1970er Jahren verkaufte Last derart viele Platten, das er für über 30% der Plattenverkäufe von Polydor Deutschland sorgte.
Seine musikalischen Anfänge hatte Last in einem improvisierten Tanzclub der Amerikaner, die in Bremen nach dem Krieg stationiert waren. Zunächst spielte er eher mittelmäßig Klavier, später dann Bass.
Für das Tanzorchester von Radion Bremen, das im Dezember 1945 seinen Sendebetrieb aufnahm wurde ein Bassist gesucht, James Last bewarb sich und wurde engagiert. Neben dem großen Orchester existierte noch ein kleineres, das Last-Becker Ensemble mit 13 Musikern. Schon zu dieser Zeit gefiel Last der schauspielerische Aspekt beim Musizieren. Seine Leidenschaft für Jazzmusik brauchte ihm 1950, 1951 und 1952 den Titel Bester Jazzbassist des damlas populären Herrenmagazins Die Gondel ein.
Auch die Tanzmusik entwickelte sich erfolgreich. Last schrieb Arrangements für das Last Becker Ensemble und für das große Tanzorchester, zusätzlich wurde er gebeten für Radio Bremen ein Streichorchester zu gründen. So kam es zum Hans Last Orchester, das zweimal die Woche gegen Honorar live oder für Aufnahmen im Rundfunk spielte.
Das Orchester arbeitete bereits mit einem Tonbandgerät, mit dem jede Stimme einzeln mit allen Violinen viermal aufgenommen wurde. Dann spielte das Orchester zu den Aufnahmen, so dass seine Streicher ungeachtet nur acht Violinen, zwei Bratschen und zwei Celli sehr imposant klang.
James Last – Non Stop Dancing Medley
Um 1955 zog Last mit seiner Frau nach Hamburg und spielte dort im Tanzorchester des NWDR, später NDR. Seine ersten Schallplatten veröffentlichte Last 1963 unter dem Namen James Last Und die Rosenkavalliere.
Der NDR bot Last eine Anstellung auf Lebenszeit an, worauf dieser sich beurlauben ließ weil er um seine musikalische Unabhängigkeit fürchtete und setzte bei Polydor seine Pläne zu einem seiner Einschätzung nach wirklich aussichtsreichen Album durch.
Dieses Album übertraf dann alle Erwartungen und machte seinen Happy Sound zu einem gigantischen Erfolg.
Seitens Polydor sorgten vor allem zwei Personen für die exzellenten Verkaufszahlen, Ossi Drechsler von der Abteilung Artist & Repertoire sowie Werner Klose vom Marketing. Last erhielt als einziger Künstler ein eigenes Büro mit Sekretärin bei der Firma und konnte bereits am 2. Dezember 1973 (meinem 6. Geburtstag^^) seine 100. Goldene Langspielplatte in Empfang nehmen – zu diesem Zeitpunkt hatten die Beatles gerade einmal 58 und Elvis Presley 76 bekommen.
Nach 1985 veränderte sich das Ansehen Lasts bei Polydor. Ossi Drechsler und Werner Klose hatten das Unternehmen verlassen, es kamen neue Mitarbeiter in leitende Funktionen, die James Last für ein Auslaufmodell hielten. Mit einem Umzug verlor Last sein Büro bei der Firma und für seine Produktionen stand immer weniger Geld bereit, wodurch es für ihn immer schwieriger wurde, das Niveau zu halten.
In einer von RTL ermittelten Chart-Hitparade der erfolgreichsten Stars der Geschichte erreichte James Last Platz 1. Dabei wurden die seit 1970 bestehenden offiziellen Album-Charts herangezogen. Für eine Woche auf der 1 gab es 10 Punkte, für den 2. Platz 9 und so weiter; James Last war mit 36 Alben vertreten.
Auch heute geht Last noch fast jedes Jahr auf Tournee und spielt immer in ausverkauften Hallen. Seine aktuelle Tour heißt folgerichtig Mit 80 Jahren Um Die Welt – James Last Live 2009.
Jan Hammer (17. April 1948) und James Last (17. April 1929 in Bremen) haben heute Geburtstag. Der in Prag geborene Jan Hammer ist vor Allem wegen seiner Filmmusiken bekannt. Seine größten Erfolge sind die Soundtracks und die Titelmusik zur KrimiSerie Miami Vice, die in den 80er Jahren weltweit erfolgreich war. In den Hauptrollen Don Johnson und Ricardo Tubbs, die sich auch beide als Sänger versuchten.
Ein elementarer Bestandteil der Krimiserie war die Musik. Neben Jan Hammer wurden Hits von vielen bekannten Bands und Solokünstlern in der Serie als musikalische Untermalung verwendet. Um nur einige wenige zu nennen, waren das beispielsweise: Phil Collins (hatte einen Gastauftritt in der Serie), Billy Idol, INXS, , Madonna, Yello usw.