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Der Scharfrichter ist ein neuer Imbiss in der Martinistraße, zu dem man eigentlich gar nicht so recht Imbiss sagen möchte. Viel zu modern und Chic ist die Einrichtung für das, was man im Allgemeinen von einem Imbiss erwartet.
Beim Scharfrichter gibt es laut Karte über 100 Currywurst-Varianten. Wer die unterschiedlichen Würstchen mit der Anzahl der verschiedenen scharfen Soßen multipliziert und dazu die 29 Spezialitäten addiert wird jedoch nur auf genau 99 Varianten kommen. Erst Bratwurst, Bio-Bratwurst und Tofu-Bratwurst machen die Hundert voll, aber es geht hier um das Essen und nicht um Mathematik.
Neben den bereits angesprochenen Bratwürsten steht die Currywurst beim Scharfrichter im Mittelpunkt. Diese gibt es sowohl als Original Berliner Currywurst als auch als Berliner Currywurst ohne Pelle und kann mit Soße in einer von 10 Schärfegraden bestellt werden. Diese reichen vom Firestarter – zum Einsteigen und warm werden, über die Varianten Six Feet Under oder Die Hard – McClanes Inferno bis zur Final Answer mit der Beschreibung Blair’s Desaster Area.
Nur an Spieltagen des SV Werder Bremen gibt es die Spezialität Grün Weiss und ab einem Schärfegrad von 6 läutet die freundliche Bedienung die alte Seemannsglocke am Tresen.
Zur Currywurst Firestarter bestelle ich mir Pommes Frites, die im Scharfrichter aus eigener Herstellung sind. Für moderate 4,30 Euro erhalte ich eine ordentliche Portion Pommes, die aber leider ein wenig zu viel des üblichen Pommes-Gewürzes abbekommen hat. Bei den vorherigen Besuchen waren die Pommes besser, weil nicht so überwürzt. Gut wie bisher, die leichte Mayonnaise.
Wem die einfache Currywurst zu schnöde ist, bestellt Madame Pompadour für 12,50 Euro und erhält neben einem Glas Champagner auch noch die Currywurst im Blattgoldmantel eingewickelt.
Ein Blick in die Regale hinter dem Tresen offenbart eine weitere Spezialität des Hauses: Vodka.
Mehr über den Scharfrichter, die vollständige Karte als PDF-Dokument und die Hall of Flame gibt es auf der Homepage.
