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In der vergangenen Woche habe ich mir zwei “Suppenküchen” für meinen ersten Mittagstisch-Test in Bremen ausgewählt.
Emmi, die Suppenbar befindet sich im alten Polizeihaus am Wall und erfreut sich gerade in der Mittagszeit allergrößter Beliebtheit. Eine Schlange in der 10 Hungernde warten ist darum keine Seltenheit und mich überkommt eine leichte Ungeduld wenn ich den freundlichen, aber wortkargen Mitarbeitern bei ihrer Arbeit zusehe. Ein paar Kellen Suppe in eine Schale zu häufen sollte eigentlich in einem flüssigeren Arbeitsablauf und schneller gehen.
Zur Auswahl stehen 3 verschiedene Suppen. Ich entscheide mich für die Gulaschsuppe mit Bio-Rind als große Portion für 4,40 Euro. Der Fleischanteil ist sowohl in meiner Schale, als auch in der meines Begleiters sehr gering. Das liegt eventuell daran, dass wir zwei der letzten Portionen dieser Suppe bekommen haben; anschließend war diese von der Karte gestrichen. Dieser Umstand ändert aber nichts am Geschmack der Suppe, dieser erinnerte nur wenig an Gulasch und mehr an eine Tomatensuppe mit Karotten.
Da ich weder satt, noch zufrieden war, probierte ich als Zweites noch eine halbe Portion der veganen Karotten-Orangen-Suppe. Diese war leicht scharf, hinterließ aber auch keinen bleibenden Eindruck.
Die Suppenbar selbst bietet nur wenige Sitzplätze, die in der Mittagszeit rasch besetzt sind und so ist es keine Seltenheit, dass bei gutem Wetter auch auf den Steintreppen vor dem Gebäude Suppe verzehrt wird. Weitere Sitzplätze (Bierbänke) sind zur Zeit noch auf einem Teil der Empore vor dem Eingang zur Stadtbibliothek zu finden. An dieser Stelle war bis vor zwei Jahren das Coyote Ugly, und es wird derzeit nach einem neuen Gastro-Konzept für diese Fläche gesucht.
Einen Tag zuvor habe ich bereits das Suppito im Richtweg 4, schräg gegenüber vom Musical Theater besucht.
Der kleine Laden, in dem in der Vergangenheit auch schon Pizza verkauft und geliefert wurde, ist hell und einfach eingerichtet, bei gutem Wetter kann man vor der Tür auch an einigen Biergarten-Tischen Platz nehmen.
Auch das Suppito bietet als Mittagstisch drei verschiedene Suppen in zwei Größen zur Auswahl. An diesem Tag sind es eine “fruchtig scharfe Bohnensuppe”, eine Spinatcreme, sowie Roter Eintopf mit Bio-Pute für den ich mich entscheide. Die große Portion kostet 4,60 Euro und wird auf einem großen, klassischen Suppenteller serviert. Dazu kann man sich am Brotbuffet bedienen.
Da innen bereits alle Plätze entweder besetzt oder noch nicht abgeräumt sind, setze ich mich vor die Tür.
An dieser Stelle möchte ich einen Hinweis an Gäste von Selbstbedienungsrestaurants richten: Wenn man sich sein Essen selbst holt, bringt man anschließend auch sein gebrauchtes Geschirr wieder weg und versucht den Tisch einigermaßen sauber zu halten.
Dabei sollten die Betreiber von Selbstbedienungsrestaurants aber nicht vergessen, zwischenzeitlich auch selbst mal, mit einem Lappen den Zustand der Tische wieder in Ordnung zu bringen.
Die Suppe im Suppito war sehr gut und mit viel Inhalt. Neben der Bio-Pute bestand die Einlage aus viel Paprika und Karotten. Für den Test einer zweiten Suppe blieb an diesem Tag so leider kein Platz, aber das Suppito hat meinen Eindruck aus vorherigen Besuchen bestätigt: Gutes Essen zu einem fairen Preis.
Im Internet veröffentlichten das Suppito und Emmi – die Suppenbar in jeder Woche ihre aktuellen MIttagskarten.
