Was ist da los beim BSW, wem kann man noch glauben?

Am 20.03.2026 wird von Viktor Stahl auf der Facebook Seite vom Baltic Soul Weekender ein Post auf Anwalt.de verlinkt.

Inhalt der externen Seite:
„Rücktritt vom Event-Vertrag: Was tun bei grundlegenden Änderungen einer gebuchten Veranstaltung?“

Mit den Worten: „Gerade im Netz gefunden:“ soll der Beitrag den Eindruck von „zufällig gefunden“ vermitteln. Die Kommentarfunktion wurde unmittelbar durch einen Administrator deaktiviert.
Höhren-Sagen: Am Tag zuvor soll es von Seiten des BSW einen öffentlichen Aufruf zur Stornierung der Buchung gegeben haben. (siehe Bilder)

Das weckt natürlich mein Interesse 🙂

In Stichpunkten:

Der Inhalt des verlinkten Artikels lässt keine Zweifel aufkommen, dass sich der Text an alle richtet die Tickets für den BSW 2026 gekauft haben.

Praxisbeispiel zur Einordnung
Stellen Sie sich vor, Sie haben über Jahre hinweg immer wieder dasselbe Event besucht, weil es für eine ganz bestimmte Musikrichtung und Atmosphäre steht. Plötzlich wird es durch ein neues Format ersetzt, mit anderem Namen und ohne die bisherigen kreativen Köpfe im Hintergrund.

Hier spricht vieles dafür, dass es sich nicht mehr um dieselbe Veranstaltung handelt. Ein Rücktritt ist dann nicht nur verständlich, sondern oft auch rechtlich begründet.

Wer sind die beteiligten Personen?

Ich fange bei Viktor Stahl an.
Die Google Suche führt zu keinem brauchbaren Ergebnis. In der Bildersuche ist keine Person zu finden, die Ähnlichkeit mit dem Profilbild aufweist.
Handelt es sich hier also um ein von einer KI generiertes Bild, das keine echte Person darstellt?
Die Antwort der KI Analyse lautet eher JA als Nein.

Meine nächste Frage lautet: Wer ist RA Dr. Dominik Ingendaay.

Auf Anwalt.de und der Webseite der Kanzlei erfährt man, dass er unter anderem Fachanwalt für Medienrecht, Markenrecht, Musikrecht und Urheberrecht ist.
Außerdem hat er unter anderem die folgenden Publikationen veröffentlicht:

Künstlerverträge? Das ist doch ein Thema, das dem Gründer des Baltic Soul, Daniel Dombrowe sehr nah ist. Galt es doch beim Baltic Soul auch darum, verarmte Künstler die durch „falsche“ Plattenverträge nicht ausreichend entlohnt wurden zu unterstützen.

Darum gehe ich der Frage nach, welche weitere Verbindung gibt es zwischen Rechtsanwalt Dr. Dominik Ingendaay und dem Baltic Soul.

Die Antwort darauf hatte ich nach zwei Minuten und einer Abfrage beim DPMA, dem Register für geschützte Marken:

Vertreter und Postanschrift für die auf Daniel Dombrowe eingetragene Wortmarke „Baltic Soul“ ist….
die Kanzlei von Nieding Ehrlinger Geipel Ingendaay PartGmbB Rechtsanwälte, Kurfürstendamm 66, 10707 Berlin

Gleiches gilt auch für die zweite eingetragene Marke.

Ist das die Baltic Soul Family?

Daniel Dodd-Ellis und verschiedene DJs, die sich als Baltic Soul Team bezeichnen und sich hinter Daniel Dombrowe stellen.
Die nicht beim „Grand Soul Supreme“ auftreten? Wissend, dass viele Gäste auch ihretwegen Tickets gekauft haben!

Ein Anwalt, der Rechtstipps veröffentlicht wie die Gäste vom Event zurücktreten treten können.

Vertragsbruch und Wortbruch?

Es gibt einen Vertrag zwischen den Gästen und KJ Projects GmbH als Veranstalter. Der Veranstalter führt den Weekender durch. Unter neuem Namen, weil die Namensrechte nicht mehr zur Verfügung stehen. Es gibt also keinen Vertragsbruch zwischen dem Veranstalter und den Gästen.

Aber was ist mit dem Wort vom Baltic Soul Team?
Alle die ihre Tickets gekauft haben, haben das nach Ankündigung vom Baltic Soul auf der Webseite https://tickets.baltic-soul.de getan. Der Aufruf der Seite leitet jetzt weiter zu https://tickets.grandsoulsupreme.de/

Ich würde fest davon ausgehen, dass es zwischen dem „Baltic Soul Team“ und der KJ Projects GmbH auch ein Wort für den BSW 2026 gab. Es ist schwer vorstellbar, dass der Veranstalter mit dem Verkauf der Tickets gestartet ist ohne eine Zusage zur weiteren Zusammenarbeit.

In Bremen zählt das Wort unter Kaufleuten. Die ehemaligen Vertragspartner sind in Hamburg ansässig.

Warum investiere ich so viel Zeit in dieses Thema?

Ich bin nicht etwa enttäuscht oder gar traurig. Vielleicht ist es schade, den einen oder anderen DJ nicht mehr dabei zu haben. Es wird andere gute DJs geben.

Es wird sicher auch andere Veränderungen geben.

Aber: Wir reisen in gleicher Anzahl zum Weißenhäuser Strand. Wir werden unsere Tage und Nächte dort genau so verbringen wie in den vergangenen Jahren. Mit alten und neuen Freunden, mit Musik und guter Stimmung. Wir werden am Sonntag oder am Montag wieder nach Hause fahren und uns auf das nächste Jahr freuen. Weil wir unseretwegen dahin fahren –  nicht für Daniel Dombrowe und das Baltic Soul Team!

Ja aber noch mal die Frage: Warum investiere ich so viel Zeit in dieses Thema?

Weil ich es nicht mag, wenn man versucht mich für dumm zu verkaufen und genau das versucht das BSW Team:
Die Menschen für dumm zu verkaufen.
Eigene Bedürfnisse (Geld, Ruhm, Eitelkeit oder whatever) über die Interessen einer selbst beschworenen Gemeinschaft zu stellen und darum mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Und last but least: Weil das BSW Team nicht viel von freier Meinung hält, wenn es nicht die eigene ist: Baltic Soul Weekender 2026 – abgesagt?